Brüder Grimm – Kinder- u. Hausmärchen

Ausführliche Beschreibungen und Beispiele dafür findet man auf meiner Internetseite
https://grimms-hausmaerchen.de/

Aus dem Nachlaß meiner Schwiegermutter stammt ein altes Buch, das derart zerschlissen und ramponiert war, wie ich noch nie eines gesehen habe. Es war ihr sogenanntes „Hexenbuch“, und sie fragte mich und ihren Sohn immer wieder einmal, ob sie es denn nicht wegwerfen solle. Wir haben das dann aber immer energisch verneint.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich es einmal bewußt betrachtete, hatte ich keine Ahnung, wer der Autor oder Herausgeber war. Nach dem Tod meiner Schwiegermutter, als mein Mann und ich ihren Nachlaß ordneten, bekam ich es erstmals bewußt zu Gesicht. Und als ich mir dann schließlich die Zeit dafür nahm, stellte ich erstaunt fest, daß es eine Ausgabe der gesammelten Märchen der Brüder Grimm war.
Nach und nach erfuhr ich beim Lesen des Vor- und Nachwortes, daß es sich dabei um eine sehr frühe Ausgabe handelte.
Die letzte, von den Brüdern Wilhelm und Josef Grimm, selbst heraus gegebene Ausgabe war im Jahre 1857 und zwar die 7.
Durch den Sohn von Wilhelm Grimm – Herman Grimm – wurde eine 8. Ausgabe herausgeben, die mit der 7. identische war.
Das genaue Datum konnte ich nicht ermittel, es muß aber um 1900 herum gewesen sein. Ich habe auch im Internet nachgeforscht und keine gleiche Ausgabe gefunden.

Diese Ausgabe ist in zweifacher Hinsicht eine Besonderheit:
1. ist sie mit ihren 210 Märchen und Geschichten die vollständig abgeschlossene Sammlung der Brüder  Grimm und
   2. mit den noch von den Brüdern Grimm selbst in Auftrag gegebenen Illustrierungen – durch Philipp Grot-Johann und Anton Robert Leinweber – das erste vollständig bebilderte Märchen-Buch.

Im Herbst 2004 habe ich mich an die zeitraubende Arbeit gemacht, die arg ramponierten Seiten zu restaurieren und nach dem Scannen in Schutzhüllen zu stecken. Mit großem digitalem Aufwand gereinigt, kann ich nun diese frühe Ausgabe, deren Inhalt  inzwischen zum Weltkulturerbe gehört, anbieten.
Aber es gibt noch andere Gründe, warum ich dieses Buch in seiner ursprünglichen Form wiederbelebe:
a.   Ich fühle mich den Brüdern Grimm insofern verbunden, weil mein Ururgroßvater  Victor von Strauß und Torney mit ihnen befreundet war. Aus seinen Unterlagen geht hervor, daß er ihnen mindestens 1 Märchen dafür überlassen hat. Dieses hatte er zwar selbst handschriftlich überarbeitet und inhaltlich ausgeweitet, aber nie in Druck gegeben.
b.  Bei meinen Recherchen über Grimms-Märchen, fand ich keine Ausgabe, in der die Originalzeichnungen noch enthalten sind. Diese sind aber so wunderschön, daß es sich schon ihretwegen lohnt, diese über 100 Jahre alte Ausgabe anzubieten.
c. Diese alte Ausgabe enthält unter anderem ausführlich die
Entstehungsgeschichte des Märchenbuches
Auch wird erklärt, daß die meisten Märchen darin eher für Erwachsene geeignet sind. Nur 10 davon sind reine Kindermärchen.
(Man sollte aber nicht vergessen, daß man heutzutage Kindern etwas mehr zutrauen kann, als zu damaligen Zeiten.)
Auch andere Anmerkungen fand ich weise und höchst interessant.

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Vorwort II.
In Lulu von Strauß und Torneys Buch – Vom Biedermeier zur Bismarckzeit – , das im wesentlichen das Leben meiner Ururgroßeltern Victor und Albertine von Strauß und Torney beschreibt, schildert sie ab Seite 129 recht anschaulich von dem Freiherrn August von Haxthausen. Unter anderem war dieser auch ein Freund der Brüder Grimm und sammelte wie diese Märchen, aber auch Volkslieder.
Die Bekanntschaft meines Ururgroßvaters mit den Brüdern Grimm, hatte sich während gemeinsamer Aufenthalte bei dem Freiherrn derart vertieft, daß er ihnen ein Märchen für ihre Haus- und Kindermärchensammlung überließ.
Es ist das vom „Getreuen Johannes“, daß Victor von Strauß und Torney handschriftlich zu einem kleinen Märchenbändchen zusammen faßte, (Auszüge dazu findet man in meiner Internetseite: “Die Familiengeschichte von Hildegard Fischer”) aber nie in Druck gab.
Und so schließt sich der Kreis vom Ururgroßvater zur Ururenkelin, die das Vergnügen hat, ein Werk seiner Freunde neu zu beleben.
Hildegard Fischer, den 8. November 2007

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Jakob und Wilhelm Grimm – Hausmärchen
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